16.03.2018 von Julian Wessel

Interview mit OMR-Gründer Philipp Westermeyer

Trotz der intensiven Vorbereitungsphase für die OMR hat Philipp Zeit für ein kurzes Interview gefunden.

Philipp, die Online Marketing Rockstars findet jetzt schon zum 6.Mal statt. Was unterscheidet die diesjährige Messe von den Vorjahren?
 
OMR ist etwas gewachsen. Wir haben entsprechend zusätzliche Bühnen und alle Messehallen an allen Tagen geöffnet, sowie ein großes Programm an Masterclasses. 
 
Und was sind für dich die diesjährigen Highlights?
 
Wir freuen uns sehr, den stellvertretenden Chef der EU Kommission, Andrus Ansip, da zu haben. Er ist einer der Architekten der neuen und viel-diskutieren ePrivacy-Regelungen. Bei uns wird er auf einer Expo-Bühne mit deutschen Branchenvertretern diskutieren. Daneben gibt es viele Stars der Szene wie Scott Galloway, Nate Silver, Tim Urban oder Sophia Amuroso.  
 
Über was für Themen sprechen diese Stars in diesem Jahr, was liegt im Trend?
 
Instagram ist nach wie vor ein großes Thema. Wir spüren, dass Voice als gesamtes Themengebiet aufkommt. Aber auch klassische Themen wie Programmatic oder Social entwickeln sich weiter und werden viel größer.
 
Zurück zur OMR. Was unterscheidet Euer Event von anderen Messen wie der dmexco?
 
Wir sehen uns als Medienmarke mit großem Event. Die dmexco versteht sich, glaube ich, eher als klassische Messe. Wir versuchen, die Branche anders abzuholen: tatsächlich ein Festival und Inspiration bieten, auch wenn es natürlich im Kern um Business geht.
 
Ihre erste Messe hatte gerade einmal 200 Besucher. Wie haben sich die Besucherzahlen dann über die Jahre entwickelt?
 
Wir haben uns über Zwischenschritte von 2.000, dann 10.000, 15.000 und 26.000 auf jetzt 40.000 gesteigert. Uns ist es wichtig, dass unser Wachstum organisch ist und nicht nur quantitativ maximiert. Wir hätten mehr wachsen können, aber Expertenschaft bei den Besuchern ist uns wichtig.
 
Und die Aussteller und Speaker?
 
2016 hatten wir noch 134 Aussteller, über 200 im Jahr 2017 sind wir dann in diesem Jahr bei 320 gelandet. Bei den Speakern hatten wir bis 2015 immer rund 15 Speaker auf einer Bühne, zwei Jahre später dann schon 70 Speaker auf 2 Bühnen und dieses Jahr über 100 Speaker auf 3 Bühnen.
 
Sollte es so weitergehen: Haben Sie schon darüber nachgedacht, Hamburg als Messestandort den Rücken zu kehren?
 
Nein, wir fühlen uns in Hamburg wohl. Wir brauchen die Unterstützung der Stadt künftig noch mehr als heute, aber ich gehe davon aus, dass die Stadt alles tut, was sie kann. Wir sind da in engen Gesprächen.
 
Gibt es eine Besuchermarke oder ein anderes Ziel, dass sie langfristig mit dem Event anstreben?
 

Wir haben uns vorgenommen von Jahr zu Jahr zu schauen und auf Basis des jeweiligen Feedbacks zu entscheiden, wie wir weitermachen.
 
Wie viel machen die Einnahmen durch das Event denn inzwischen im Vergleich zu Podcast und Interneteinnahmen aus?
 
Das Event steht ungefähr für die Hälfte dessen, was OMR insgesamt umsetzt und darstellt.
 
Und wie hoch ist der Anteil und Stellenwert internationaler Messebesucher?
 
Bei uns sind es rund 20 bis 25%.
 
Trotz des Erfolgs gab es auch beim letzten Event Probleme, etwa beim Einlass und Payment. Wie wollen Sie das in diesem Jahr verhindern?
 
Wir testen neue Lösungen und Systeme und haben viel experimentiert. Am besten einfach rumkommen und schauen. Wenn es wieder nicht klappt, gibt es halt wieder Essen und Getränke frei…
 
Vielen Dank für das nette Gespräch und eine für alle Seiten gelungene OMR 2018!

 

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