20.05.2019 von Benjamin Kircher

Amazon führt ab Juni Mindestverkaufsgebühr ein

Der Marktplatz-Betreiber Amazon führt zum 5. Juni ein neues Gebührenmodell ein. Für alle Produkte, mit Ausnahme der Kategorien Lebensmittel und Medien (Bücher, Musik, Videos, Videospiele, DVDs, Software), gilt ab diesem Zeitpunkt für Händler eine Mindestverkaufsgebühr von 0,30 Euro. Diese Summe müssen Händler dann mindestens pro Artikel an Amazon abführen.

Die prozentuale Provision wird grundsätzlich wie gewohnt bestehen bleiben, lediglich die Mindestabgabe wird zukünftig durch die Mindestverkaufsgebühr auf 0,30 Euro festgesetzt. Sollte die prozentuale Gebühr eines Artikels also höher als 30 Cent sein, wird die Gebühr wie bisher berechnet.

Gleichzeitig senkt der E-Commerce-Riese seine prozentuale Verkaufsgebühr in einigen Produktkategorien. Davon sind folgende Bereiche betroffen:

  • Möbel: Amazon setzt die Gebühr für Möbel mit einem Gesamtverkaufspreis von 15 Prozent auf zehn Prozent herunter. Dies betrifft allerdings nicht Matratzen, auf die weiterhin eine Gebühr von 15 Prozent erhoben wird.
  • Schmuck und Uhren: Produkte dieser Kategorie, die für über 250 Euro verkauft werden, könnten sich zukünftig für Händler deutlich lukrativer über Amazon verkaufen lassen. Die prozentuale Verkaufsgebühr wird nämlich von 20 Prozent auf fünf Prozent heruntergesetzt, das ist lediglich ein Viertel der bisherigen Abgabe.
  • Lebensmittel, Beauty, Drogerie, Körperpflege und Babyprodukte: Auch für diese Produkte des täglichen Bedarfs soll der Verkauf über Amazon für Händler deutlich attraktiver gemacht werden. Abgesehen von Artikeln der Kategorie „Bier, Wein & Spirituosen“ sowie Babykleidung, beträgt die Provision zukünftig bei einem Gesamtverkaufspreis unter zehn Euro nur noch acht statt 15 Prozent.

Die Gebühr von 15 Prozent für Artikel mit einem Gesamtverkaufspreis von über zehn Euro bleibt hingegen weiterhin bestehen. Einen Überblick der Änderungen finden Sie hier.

Der Verkaufsgigant Amazon möchte mithilfe der reduzierten prozentualen Verkaufsgebühr vor allem in den bislang noch ausbaufähigen Sparten Möbel und Produkte des täglichen Bedarfs weiter wachsen. Die Kombination aus der Einführung der Mindestverkaufsgebühr sowie der Senkung der prozentualen Verkaufsgebühr wird zur Folge haben, dass Produkte, die bislang etwas über zehn Euro lagen, zukünftig durch die günstigeren Gebühren für unter zehn Euro über die Ladentheke wandern.

Am 1. August tritt übrigens eine weitere Änderung in Kraft. Bereits im Dezember hatte Amazon angekündigt, die Preise für Fullfillment By Amazon (FBA) anzupassen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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